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Blutdruck und kardiovaskuläre Effekte von Tadalafil, einem neuen PDE5 Inhibitor

Hutter AM Jr, Kloner RA, Watkins VS, Costigan T, Bedding A, Mitchell MI, and Emmick JT

Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA; University of Southern California, Los Angeles, California, USA; Eli Lilly and Company, Indianapolis, Indiana, USA.

Tadalafil, ein selektiver und wirksamer Inhibitor von PDE5, ist eine neue, zurzeit noch nicht zugelassene Therapie für Männer mit erektiler Dysfunktion (ED). Tadalafil und andere PDE5-Hemmstoffe verstärken die Relaxation glatter Gefäßmuskulatur, wodurch sie ebenfalls das kardiovaskuläre System beeinflussen könnten. Es wurde für PDE5-Hemmstoffe gezeigt, dass sie die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten erhöhen. PDE5 Hemmstoffe und Nitrate wirken über das gleiche NO/cGMP-System. Dieser Bericht fasst das kardiovaskuläre Profil von Tadalafil basierend auf der klinischen Pharmakologie als auch der großen klinischen Studien zusammen.

In gesunden Probanden, die 20 mg Tadalafil einnahmen, ergab sich kein signifikanter Unterschied bzgl. des stehend gemessenen systolischen und diastolischen Blutdrucks im Vergleich zu Probanden, die Placebo erhielten (durchschnittliche maximale Senkung von 0.2 bzw. 4.6 mm Hg). Die Herzfrequenz änderte sich ebenfalls nicht.

Sadovsky et al. berichteten eine Inzidenz von Myokard-Infarkten von 0.6 pro 100 Patienten-Jahre bei "alters-standardisierten" Männern (Sadovsky et al., 2001, Int J Clin Pract 55: 115-128). In allen Studien mit Tadalafil betrug die Rate von Myokard-Infarkten 0.39 (N > 4000) gegenüber 1.1 bei Patienten, die Placebo erhielten (N > 1200).

Die Phase 3 klinischer Studien mit Tadalafil schlossen Patienten mit einem breiten Spektrum stabiler kardiovaskulärer Zustände inkl. Patienten mit multipler antihypertensiver Medikation ein. Insgesamt war die Inzidenz von kardiovaskulären UEs gering und die Rate der bei Tadalafil berichteten UEs war mit der Rate bei Placebo vergleichbar. Es wurde bei den mit Tadalafil behandelten Patienten keine Hypotension und bei Placebo behandelten Patienten 1 Fall von Blutdruckabfall beobachtet. (Die Tabelle zeigt die behandlungsbedingten kardiovaskulären UEs, die bei mindestens 0.5% der Patienten unter Tadalafil oder Placebo auftraten.) Eine Tadalafil-Behandlung ist nicht mit einer erhöhten Inzidenz von kardiovaskulären Ereignissen assoziiert. Darüber hinaus hat Tadalafil nur eine geringe Auswirkung auf den systemischen Blutdruck.

Kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse in Phase 3 Studie

Schlussfolgerungen: Eine Tadalafil-Behandlung ist nicht mit einer erhöhten Inzidenz von kardiovaskulären Ereignissen assoziiert. Darüber hinaus hat Tadalafil nur eine geringe Auswirkung auf den systemischen Blutdruck.

Hellstrom H et al. Int J Impot Res 2002; 14 (Suppl 3): S29



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