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Cialis' Offizielle Produktbeschreibung

1.Bezeichnung der Arzneimittel

CIALIS 10 mg Filmtabletten
CIALIS 20 mg Filmtabletten

2.Qualitative und quantitative Zusammensetzung

CIALIS 10 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält 10 mg Tadalafil.

CIALIS 20 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält 20 mg Tadalafil.

Hilfsstoffe siehe unter 6.1.

3.Darreichungsform

Filmtabletten.

Die 10 mg Tabletten sind hellgelb und mandelförmig, mit der Markierung "C 10" auf einer Seite. Die 20 mg Tabletten sind gelb und mandelförmig, mit der Markierung "C 20" auf einer Seite.

4.Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.
CIALIS kann nur wirken, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt.
CIALIS ist nicht angezeigt zur Anwendung bei Frauen.

4.2 Dosierung,
Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Anwendung bei erwachsenen Männern

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg. Diese wird vor einer erwarteten sexuellen Aktivität und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Bei Patienten, bei denen sich nach Einnahme von 10 mg keine entsprechende Wirkung zeigt, können 20 mg versucht werden. Die Einnahme kann während eines Zeitraums von 30 Minuten bis zu 12 Stunden vor einer sexuellen Aktivität erfolgen. Die Wirkung von Tadalafil kann bis zu 24 Stunden nach Einnahme anhalten. Die empfohlene maximale Einnahmehäufigkeit ist einmal täglich. Da keine Sicherheitsdaten für den langfristigen täglichen Gebrauch vorliegen, wird von einer regelmäßigen täglichen Einnahme des Arzneimittels deutlich abgeraten. Siehe Abschnitt 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, letzter Absatz.

Anwendung bei älteren Männern

Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich.

Anwendung bei Männern mit Nierenfunktionsstörung

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg. Diese wird vor einer erwarteten sexuellen Aktivität und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung liegen keine Daten zur Anwendung von Dosen höher als 10 mg Tadalafil vor. (Siehe Abschnitte 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sowie 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften.)

Anwendung bei Männern mit Leberfunktionsstörung

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg. Diese wird vor einer erwarteten sexuellen Aktivität und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung liegen keine Daten zur Anwendung von Dosen höher als 10 mg Tadalafil vor. (Siehe Abschnitte 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sowie 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften).

Anwendung bei Männern mit Diabetes

Bei Diabetikern sind Dosisanpassungen nicht erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

CIALIS darf von Personen unter 18 Jahren nicht eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten verstärkt. Dies wird auf eine gemeinsame Wirkung von Nitraten und Tadalafil auf den Stickstoffmonoxid/cGMP-Stoffwechsel zurückgeführt. Daher ist die Anwendung von CIALIS bei Patienten kontraindiziert, die organische Nitrate in jeglicher Form einnehmen.
Männer mit kardialen Erkrankungen, denen von sexueller Aktivität abgeraten wird, sollten Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion - einschließlich CIALIS - nicht verwenden. Ärzte müssen das potentielle kardiale Risiko einer sexuellen Aktivität bei Patienten mit einer vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankung berücksichtigen. Die folgenden Patientengruppen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung waren in klinische Studien nicht eingeschlossen und daher ist die Anwendung von Tadalafil kontraindiziert:
  • Patienten mit Herzinfarkt während der vorangegangenen 90 Tage,
  • Patienten mit instabiler Angina pectoris oder einer Angina pectoris, die während einer sexuellen Aktivität auftrat,
  • Patienten mit Herzinsuffizienz Schweregrad II oder höher nach New York Heart Association (NYHA) während der letzten 6 Monate,
  • Patienten mit unkontrollierten Arrhythmien, Hypotonie (90/50 mm Hg) oder unkontrollierter Hypertonie,
  • Patienten mit einem Schlaganfall während der vorangegangenen 6 Monate.
CIALIS darf bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Tadalafil oder einen der Hilfsstoffe nicht angewendet werden.

4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung sollten durchgeführt werden, um eine erektile Dysfunktion zu diagnostizieren und potentielle Ursachen zu bestimmen, bevor eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen wird.
Vor Beginn jedweder Behandlung der erektilen Dysfunktion sollte der Arzt den kardiovaskulären Status des Patienten erheben, da mit sexueller Aktivität ein gewisses kardiales Risiko verbunden ist. Tadalafil hat gefäßerweiternde Eigenschaften, die eine leichte und vorübergehende Blutdrucksenkung bewirken (siehe Abschnitt 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften) und dadurch den blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstärken (siehe Abschnitt 4.3 Kontraindikationen).
Schwerwiegende kardiovaskulären Ereignisse, einschließlich Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris, ventrikuläre Arrhythmien, Schlaganfälle und vorübergehende ischämische Attacken ereigneten sich während der klinischen Studien mit CIALIS. Auch Hypertonie und Hypotonie (einschließlich orthostatischer Hypotonie) wurden selten in klinischen Studien beobachtet. Bei den meisten Patienten, bei denen diese Ereignisse beobachtet wurden, waren vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt. Allerdings ist es nicht möglich, mit Gewissheit festzustellen, ob die Ereignisse in ursächlichem Zusammenhang mit den Risikofaktoren stehen.
Es existieren begrenzt klinische Daten zur Unbedenklichkeit von CIALIS in den folgenden Gruppen; vor der Verordnung sollte der verschreibende Arzt eine sorgfältige, individuelle Nutzen-Risiko Abwägung durchführen:
  • Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30 ml/min).
  • Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh Klasse C).
10 mg Tadalafil war die höchste Dosis, die bei Patienten mit leichter (Kreatinin-Clearance = 51 bis 80 ml/min) und mäßiger (Kreatinin-Clearance = 31 bis 50 ml/min) Nierenfunktionsstörung, sowie bei Hämodialyse-Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, untersucht wurde. Priapismus wurde in klinischen Studien mit CIALIS nicht berichtet. Allerdings wurde in Zusammenhang mit einem anderen PDE5-Inhibitor über Priapismus berichtet. Patienten mit Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, sollten angewiesen werden, dringend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wird Priapismus nicht sofort behandelt, können Schädigungen des Penisgewebes und ein dauerhafter Potenzverlust die Folge sein.
CIALIS soll bei Patienten mit für Priapismus prädisponierenden Erkrankungen (z.B. Sichelzellenanämie, multiples Myelom oder Leukämie), oder von Patienten mit anatomischer Deformation des Penis (z.B.Deviation, Fibrose im Bereich der Corpora Cavernosa oder Peyronie-Krankheit), nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Abklärung einer erektilen Dysfunktion sollte die Bestimmung möglicher zugrundeliegender Ursachen einschließen. Nach einer entsprechenden ärztlichen Diagnose ist eine angemessene Behandlung festzulegen. Es ist nicht bekannt, ob CIALIS bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen und Patienten, bei denen eine Operation im Bereich des Beckens oder eine radikale Prostatektomie in nicht nervenerhaltender Technik vorgenommen wurde, wirksam ist. CIALIS darf bei Patienten mit hereditärer Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption nicht angewendet werden.
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit einer Kombination von CIALIS mit anderen Behandlungsmethoden der erektilen Dysfunktion wurden nicht untersucht. Daher wird die Anwendung solcher Kombinationen nicht empfohlen.

Bei Hunden, denen Tadalafil 6 bis 12 Monate lang täglich in Dosierungen von 25 mg/kg/Tag und mehr gegeben wurde (und die dadurch einer zumindest 3-mal höheren Menge [Faktor 3,7 bis 18,6] ausgesetzt waren, als Menschen nach einer 20 mg Einzeldosis), wurde eine Rückbildung des Epithels der Tubuli Seminiferi beobachtet, die zu einer Abnahme der Spermatogenese bei einigen Hunden führte. Die Ergebnisse von zwei 6-Monatsstudien an Probanden legen nahe, dass diese Wirkung beim Menschen unwahrscheinlich ist (siehe Abschnitt 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften). Die Auswirkungen einer täglichen Dosierung über einen längeren Zeitraum sind nicht untersucht. Daher wird von einer regelmäßigen täglichen Anwendung deutlich abgeraten.

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Tadalafil
Tadalafil wird hauptsächlich durch CYP3A4 abgebaut. Ein selektiver CYP3A4 Inhibitor, Ketoconazol, erhöhte die AUC von Tadalafil um 107 % im Vergleich zu dem AUC-Wert bei alleiniger Gabe von Tadalafil (10 mg Dosis). Obwohl die spezifischen Wechselwirkungen nicht untersucht wurden, sollten einige Protease-Inhibitoren wie Ritonavir und Saquinavir, und andere CYP3A4 Inhibitoren wie Erythromycin, Clarithromycin, Itraconazol und Grapefruitsaft mit Vorsicht gleichzeitig gegeben werden, da zu erwarten ist, dass sie den Tadalafil-Plasmaspiegel erhöhen. Folglich könnte sich die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die in Abschnitt 4.8 aufgeführt sind, möglicherweise erhöhen.

Die Rolle von Transportmolekülen (z.B. p-Glycoprotein) bei der Verteilung von Tadalafil ist nicht bekannt. Daher besteht die Möglichkeit von Arzneimittelwechselwirkungen, die durch Inhibierung von Transportmolekülen hervorgerufen werden.

Ein CYP3A4-Induktor, Rifampicin, reduzierte die AUC von Tadalafil um 88 %, verglichen mit den AUC-Werten bei alleiniger Gabe von Tadalafil (10 mg Dosis). Es ist zu erwarten, dass die gleichzeitige Gabe anderer CYP3A4-Induktoren wie Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin ebenfalls die Plasma-Konzentration von Tadalafil senkt.

Wirkungen von Tadalafil auf andere Arzneimittel
In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tadalafil (10 mg) die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten verstärkt. Daher ist die Gabe von CIALIS an Patienten kontraindiziert, die organische Nitrate in jeglicher Form einnehmen (siehe Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen).

Es ist nicht zu erwarten, dass Tadalafil eine klinisch signifikante Hemmung oder Verstärkung der Clearance solcher Arzneimittel bewirkt, die durch CYP450-Isoformen metabolisiert werden. Studien haben bestätigt, dass Tadalafil CYP450-Isoformen, einschließlich CYP3A4, CYP1A2, CYP2D6, CYP2E1 und CYP2C9, weder inhibiert noch induziert.

Tadalafil (10 mg) hatte weder eine klinisch signifikante Wirkung auf die Bioverfügbarkeit (AUC) von S-Warfarin oder R-Warfarin (CYP2C9 Substrat), noch hatte Tadalafil einen Einfluss auf eine mittels Warfarin eingestellte Prothrombin-Zeit.

Tadalafil (10 mg) hatte keinen Einfluss auf die durch Acetylsalicylsäure verlängerte Blutungszeit.

In klinisch-pharmakologischen Studien wurde untersucht, welches Potenzial Tadalafil besitzt, die blutdrucksenkende Wirkung antihypertensiver Wirkstoffe zu verstärken. Wichtige Substanzklassen antihypertensiver Arzneimittel wurden untersucht, einschließlich Calciumkanal-Blockern (Amlodipin), Angiotensin Converting Enzym (ACE) Hemmern (Enalapril), Beta Rezeptoren Blockern (Metoprolol), Thiazid-Diuretika (Bendrofluazide) und Angiotensin II Rezeptor Blockern (verschiedene Arten und Dosierungen, allein oder in Kombination mit Thiaziden, Calcium-Kanalblockern, Beta-Blockern und/oder Alpha-Blockern). Tadalafil (10 mg, außer in Studien mit Angiotension II Rezeptorenblockern und Amlodipin, in denen eine 20 mg Dosis gegeben wurde) zeigte keine klinisch signifikante Wechselwirkung mit einer dieser Substanzklassen. Tadalafil (10 und 20 mg) hatte keinen klinisch signifikanten Effekt auf Blutdruckveränderungen durch Tamsulosin, einem Alpha-Rezeptorenblocker. Bei Patienten, die gleichzeitig blutdrucksenkende Arzneimittel erhalten, können 20 mg Tadalafil eine Blutdrucksenkung hervorrufen, die im Allgemeinen geringfügig und wahrscheinlich nicht klinisch relevant ist. Die Analyse klinischer Daten aus Phase III Studien zeigte keine Unterschiede des Nebenwirkungsspektrums bei Patienten, die Tadalafil mit oder ohne antihypertensive Arzneimittel einnahmen. Jedoch sollten Patienten, wenn sie mit Antihypertensiva behandelt werden, entsprechende ärztliche Hinweise über eine mögliche Blutdrucksenkung erhalten.

Alkohol-Konzentrationen (mittlere maximale Blutkonzentration 0,8 Promille) wurden durch gleichzeitige Gabe von Tadalafil (10 mg) nicht beeinflusst. Weder wurde die Alkoholwirkung auf kognitive Funktionen durch Tadalafil (10 mg) verstärkt, noch wurde die Alkoholwirkung auf den Blutdruck durch Tadalafil (20 mg) verstärkt. Auch wurde 3 Stunden nach gleichzeitiger Gabe mit Alkohol keine Veränderung der Tadalafil-Konzentration beobachtet.

Tadalafil zeigte eine Erhöhung der oralen Bioverfügbarkeit von Ethinylestradiol; eine ähnliche Erhöhung kann bei der oralen Anwendung von Terbutalin erwartet werden, obwohl die klinischen Auswirkungen unbekannt sind.

In einer klinisch-pharmakologischen Studie zeigte sich bei der Anwendung von 10 mg Tadalafil mit Theophyllin (einem nichtselektiven Phosphodiesterase-Hemmer) keine pharmakokinetische Wechselwirkung. Die einzige pharmakodynamische Wirkung war eine geringfügige Erhöhung der Herzfrequenz (um 3,5 Schläge pro Minute). Obwohl dieser Effekt geringfügig ist und in dieser Studie klinisch nicht signifikant war, sollte er bei gemeinsamer Anwendung dieser Arzneimittel berücksichtigt werden.

Spezifische Wechselwirkungsstudien mit Antidiabetika wurden nicht durchgeführt.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

CIALIS ist nicht zur Anwendung bei Frauen indiziert. Es gibt keine Studien mit Tadalafil bei Schwangeren. Bei Ratten oder Mäusen, die bis zu 1000 mg/kg täglich erhielten, gab es keinen Hinweis auf Teratogenität, Embryotoxizität oder Fetotoxizität.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist zu erwarten, dass CIALIS keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat. Es wurden keine speziellen Studien durchgeführt, um eine mögliche Wirkung zu untersuchen. Obwohl in klinischen Studien über Schwindel ähnlich häufig unter Placebo und Tadalafil berichtet wurde, sollten Patienten wissen, wie sie auf CIALIS reagieren, bevor sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Dyspepsie, siehe nachstehende Tabellen.

Tabelle 1
Sehr häufige Nebenwirkungen (>1/10)
Organsystem Nebenwirkungen    
  Cialis 10-20 mg  
(%)
N=724
    Placebo    
(%)
N=379
Nervensystem Kopfschmerzen
14,5
5,5
Gastrointestinaltrakt Dyspepsie
12,3
1,8


Tabelle 2
Häufige Nebenwirkungen (>1/100, <1/10)
Organsystem           Nebenwirkungen    
  Cialis 10-20 mg  
(%)
N=724
    Placebo    
(%)
N=379
Nervensystem Schwindel
2,3
1,8
Gefäße Hautrötung
4,1
1,6
Respiratorisch,
thorakal und
mediastinal
Verstopfte Nase
4,3
3,2
Bewegungsapparat
und Bindegewebe
Rückenschmerzen
Muskelschmerzen
6,5
5,7
4,2
1,8


Eine Schwellung der Augenlider, Empfindungen, die als Augenschmerzen beschrieben wurden und Bindehautrötung sind gelegentlich auftretende Nebenwirkungen. Die in Zusammenhang mit Tadalafil berichteten Nebenwirkungen waren vorübergehend und im Allgemeinen leicht bis mäßig. Bei Patienten über 75 Jahre sind die Daten zu Nebenwirkungen begrenzt.

4.9 Überdosierung


Einzeldosen bis zu 500 mg wurden an gesunden Probanden und Mehrfachdosen bis zu 100 mg täglich an Patienten gegeben. Die unerwünschten Ereignisse waren denen vergleichbar, die bei niedrigeren Dosen gesehen werden.
Im Fall einer Überdosierung sollten je nach Bedarf die üblichen unterstützenden Maßnahmen ergriffen werden.

5.Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ATC Code G04B E). Tadalafil ist ein selektiver, reversibler Hemmstoff der zyklischen Guanosin Monophosphat (cGMP)-spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5). Wenn eine sexuelle Stimulation die lokale Ausschüttung von Stickstoffoxid verursacht, erzeugt Tadalafil durch die Hemmung der PDE5 erhöhte cGMP-Spiegel im Corpus Cavernosum. Dadurch ergibt sich eine Entspannung der glatten Muskulatur und Blut fließt in das Penisgewebe, wodurch eine Erektion hervorgerufen wird. Tadalafil zeigt ohne sexuelle Stimulation keine Wirkung.

In vitro Studien haben gezeigt, dass Tadalafil ein selektiver PDE5-Inhibitor ist. PDE5 ist ein Enzym, das sich in der glatten Muskulatur des Corpus Cavernosum, in der glatten Muskulatur der Gefäße und inneren Organe, im Skelettmuskel, in den Thrombozyten, in der Niere, Lunge und im Kleinhirn findet. Die Tadalafil-Wirkung ist auf PDE5 deutlich stärker als auf andere Phosphodiesterasen. Tadalafil wirkt mehr als 10.000fach stärker auf PDE5 als auf PDE1, PDE2 und PDE4, Enzyme, die im Herz, im Hirn, in den Blutgefäßen, der Leber und weiteren Organen vorkommen.
Tadalafil wirkt mehr als 10.000fach stärker auf PDE5 als auf PDE3, ein Enzym, das im Herz und in Blutgefäßen vorkommt. Die im Vergleich zu PDE3 höhere Selektivität für PDE5 ist von Bedeutung, da das Enzym PDE3 die Kontraktionsfähigkeit des Herzens mit beeinflusst.
Zusätzlich ist die Tadalafil-Wirkung auf PDE5 etwa 700fach stärker als auf PDE6, ein Enzym, das in der Retina gefunden wird und für die Phototransduktion verantwortlich ist. Tadalafil wirkt ebenfalls mehr als 10.000fach stärker auf PDE5 als auf PDE7 bis PDE10.
Zwei klinische Studien mit 571 Patienten wurden unter häuslichen Bedingungen durchgeführt, um die Wirkungsdauer von CIALIS zu bestimmen. CIALIS zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung der erektilen Funktion. Es befähigte zu erfolgreichem sexuellen Verkehr bis zu 24 Stunden nach der Einnahme, ebenso wie es den Patienten im Vergleich zu Placebo ermöglichte, bereits 16 Minuten nach der Einnahme eine Erektion zu bekommen und für einen erfolgreichen Verkehr aufrecht zu erhalten. Daten, die während der klinischen Studien in Tagebüchern zur sexuellen Aktivität (SEP) gesammelt wurden, belegen diese Wirkungsdauer und eine statistisch signifikante Erhöhung von erfolgreichem Geschlechtsverkehr bei Tadalafil-Behandlung im Vergleich zu Placebo während eines Zeitraums von bis zu 12 –14 Stunden nach der Einnahme. In diesen Studien konnten die Patienten das Zeitintervall zwischen Einnahme der Dosis und der sexuellen Aktivität frei bestimmen.
Bei gesunden Probanden verursachte CIALIS verglichen mit Placebo keine signifikanten Veränderungen des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Liegen (mittlere maximale Abnahme 1,6 bzw. 0,8 mm Hg) sowie des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Stehen (mittleremaximale Abnahme von 0,2 bzw. 4,6 mm Hg) und keine signifikante Pulsänderung. In Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen mit Tadalafil und bestimmten oralen Antihypertensiva (einschließlich Angiotensin II Antagonisten), führte Tadalafil nicht zu einer klinisch signifikanten Verstärkung der antihypertensiven Wirkung dieser Arzneimittel (siehe Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen). Es sollte jedoch entsprechende ärztliche Beratung hinsichtlich einer möglichen Erniedrigung des Blutdrucks bei einer Behandlung mit Antihypertensiva erfolgen. Die Einnahme von CIALIS bei Patienten, die mit organischen Nitraten in jeglicher Form behandelt werden, ist kontraindiziert.
In einer Studie zur Untersuchung der Wirkung von Tadalafil auf die Sehfähigkeit wurde mit dem Farnsworth Munsell 100-hue Test keine Beeinträchtigung der Farbunterscheidung (blau/grün) festgestellt. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der geringen Affinität des Tadalafils für PDE6 verglichen mit PDE5. In allen klinischen Studien waren Berichte über Änderungen des Farbsehens selten (<0,1 %).
Bei Männern wurden zwei Studien durchgeführt, um den möglichen Effekt von CIALIS 10 und 20 mg bei einer täglichen Dosierung über 6 Monate auf die Spermatogenese zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen keinen Unterschied zu Placebo hinsichtlich des Anteils der Männer mit einer Reduktion der Spermienkonzentration um 50 % oder mehr. Zusätzlich wurden im Vergleich zu Placebo bei beiden Dosierungen keine Nebenwirkungen in Bezug auf die mittlere Spermienzahl, Morphologie oder Beweglichkeit der Spermien beobachtet. In der Studie mit einer täglichen Gabe von 10 mg CIALIS über 6 Monate zeigte sich eine Verringerung der mittleren Spermienkonzentration im Vergleich zu Placebo. Dieser Effekt wurde bei der Studie, in der die höhere Dosierung, 20 mg CIALIS, täglich über 6 Monate gegeben wurde, nicht festgestellt. Zusätzlich wurde keine Wirkung auf die mittleren Konzentrationen von Testosteron, luteinisierendem Hormon oder follikelstimulierendem Hormon weder bei 10, noch bei 20 mg CIALIS im Vergleich zu Placebo festgestellt. Die Auswirkungen einer täglichen Dosierung über einen längeren Zeitraum sind nicht bekannt. Siehe auch Abschnitte 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit.

Tadalafil wurde in 16 klinischen Studien in Dosierungen zwischen 2 und 100 mg an 3250 Patienten untersucht. Die Patienten litten unter erektiler Dysfunktion unterschiedlicher Ausprägung (leicht, mäßig, schwer), Ätiologie, Alter (von 21 –86 Jahre) und ethnischer Zugehörigkeit. Die meisten Patienten berichteten über eine schon mindestens ein Jahr andauernde erektile Dysfunktion. In den primären Wirksamkeitsstudien in der Gesamtpopulation berichteten 81 %der Patienten über eine verbesserte Erektion unter CIALIS im Vergleich zu 35 % unter Placebo. Ebenso berichteten Patienten mit erektiler Dysfunktion aller Schweregrade über eine Verbesserung der Erektion nach der Einnahme von CIALIS (86 % bei geringer, 83 % bei mittlerer und 72 % bei schwerer erektiler Dysfunktion im Vergleich zu 45 %, 42 % und 19 % bei Placebo). Versuche, Geschlechtsverkehr auszuüben, waren in den primären Wirksamkeitsstudien bei 75 % der mit CIALIS behandelten Patienten erfolgreich, verglichen mit 32 % unter Placebo.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Tadalafil wird nach oraler Gabe gut resorbiert und die mittlere maximale Plasmakonzentration (C max) wird meist 2 Stunden nach Einnahme erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit von Tadalafil nach oraler Gabe wurde nicht ermittelt. Rate und Ausmaß der Tadalafil-Resorption werden durch Nahrungsmittel nicht beeinflusst, daher kann CIALIS unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Der Zeitpunkt der Einnahme (morgens oder abends) hat keine klinisch relevanten Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Ausmaß der Resorption.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen beträgt etwa 63 l, was darauf hindeutet, dass Tadalafil im Gewebe verteilt wird. In therapeutischen Konzentrationen beträgt die Plasmaproteinbindung von Tadalafil 94 %. Die Proteinbindung wird durch eine gestörte Nierenfunktion nicht beeinträchtigt. Weniger als 0,0005 % der eingenommenen Dosis fand sich im Samen von gesunden Probanden.

Biotransformation

Tadalafil wird hauptsächlich durch die Cytochrom P450 (CYP) 3A4 Isoform metabolisiert. Der zirkulierende Hauptmetabolit ist das Methylcatecholglucuronid. Dieser Metabolit ist auf PDE5 mindestens 13.000fach weniger wirksam als Tadalafil. Eine klinische Wirkung des Metaboliten ist bei den ermittelten Konzentrationen daher nicht zu erwarten.

Ausscheidung

Bei gesunden Probanden beträgt die mittlere Clearance für Tadalafil nach oraler Gabe 2,5 l/h und die mittlere Halbwertszeit 17,5 Stunden. Tadalafil wird hauptsächlich in Form inaktiver Metaboliten ausgeschieden, vorwiegend über die Faeces (etwa 61 % der Dosis) und zu einem geringeren Teil über den Urin (etwa 36 % der Dosis).

Linearität/Nicht-Linearität

Die Pharmakokinetik von Tadalafil ist bei gesunden Probanden im Hinblick auf Zeit und Dosis linear. Über den Dosisbereich von 2,5 bis 20 mg steigt die Exposition (AUC) proportional mit der Dosis. Eine Steady State Plasmakonzentration wird bei einmal-täglicher Gabe innerhalb von 5 Tagen erreicht. Die mit dem Populationsansatz bestimmte Pharmakokinetik bei Patienten mit erektiler Dysfunktion ist der bei Personen ohne erektile Dysfunktion vergleichbar.

Besondere Patientengruppen

Ältere Männer

Gesunde ältere Männer (65 Jahre oder älter) zeigten nach oraler Gabe von Tadalafil eine niedrigere Clearance, was zu einer 25 % höheren Bioverfügbarkeit (AUC) im Verhältnis zu gesunden Probanden im Alter zwischen 19 bis 45 Jahren führte. Dieser Effekt des Alters ist klinisch nicht signifikant und erfordert keine Dosisanpassung.

Nierenfunktionsstörung

In einer klinischen Studie zur Pharmakologie war bei Männern mit leichter (Kreatinin Clearance 51 bis 80 ml/min) oder mäßiger (Kreatinin Clearance 31 bis 50 ml/min) Nierenfunktionsstörung die Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil nach Gabe einer 10 mg Dosis höher als bei gesunden Männern. In einer weiteren klinischen Studie zur Pharmakologie bei Hämodialyse-Patienten mit Nierenversagen war die Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil nach Gabe einer 10 mg Dosis der Bioverfügbarkeit bei gesunden Probanden vergleichbar. Für Patienten mit Nierenfunktionsstörung liegen keine Daten über die Gabe höherer Dosen als 10 mg vor.

Leberfunktionsstörung

Die Bioverfügbarkeit von Tadalafil (AUC) bei Männern mit leichter und mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Class A und B) ist mit der bei gesunden Männern vergleichbar, wenn eine 10 mg Dosis gegeben wird. Für Patienten mit Leberfunktionsstörung liegen keine Daten über die Gabe höherer Dosen als 10 mg vor.

Diabetiker

Die Bioverfügbarkeit (AUC) von Tadalafil war bei Diabetikern etwa 19 % niedriger, als der AUC-Wert von gesunden Probanden. Dieser Unterschied in der Bioverfügbarkeit erfordert keine Dosisanpassung.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität, Reproduktionstoxizität sowie zum karzinogenen Potential, geben die präklinischen Daten keine Hinweise auf besondere Gefahren für den Menschen. Bei Ratten oder Mäusen, die bis zu 1000 mg/kg täglich erhielten, gab es keinen Hinweis auf Teratogenität, Embryotoxizität oder Fetotoxizität. Bei einer prä- und postnatalen Entwicklungsstudie an Ratten war die höchste Dosis, bei der keine toxikologischen Effekte beobachtet wurde, 30 mg/kg/Tag. Bei trächtigen Ratten war die AUC für die berechnete ungebundene Substanz bei dieser Dosis etwa 18-mal höher als die AUC beim Menschen bei einer 20 mg Dosis. Die Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten wurde nicht beeinträchtigt. Bei Hunden, denen Tadalafil 6 bis 12 Monate lang täglich in Dosierungen von 25 mg/kg/Tag und mehr gegeben wurde (und die dadurch einer zumindest 3-mal höheren Menge [Faktor 3,7 bis 18,6 ] ausgesetzt waren als Menschen nach einer 20 mg Einzeldosis), wurde eine Rückbildung des Epithels der Tubuli Seminiferi beobachtet, die zu einer Abnahme der Spermatogenese bei einigen Hunden führte. Siehe auch Abschnitte 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften.

6.Pharmazeutische Angaben

6.1 Hilfsstoffe

Tablettenkern:
Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Hyprolose, mikrokristalline Cellulose, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat.
Filmüberzug:
Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Triacetin, Titandioxid (E 171), Eisenoxidhydrat (E 172), Talkum.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

6.4 Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

CIALIS 10 mg Filmtabletten
Aluminium/PVC/PE/Aclar Blisterpackung in Faltschachteln mit 4 Tabletten zu 10 mg.

CIALIS 20 mg Filmtabletten
Aluminium/PVC/PE/Aclar Blisterpackung in Faltschachteln mit 2,4 oder 8 Tabletten zu 20 mg

6.6 Hinweise für die Handhabung und Entsorgung

Keine speziellen Hinweise.

7.Pharmazeutische Unternehmer

Lilly ICOS Limited, 25 New Street Square, London, EC4A 3LN. Großbritannien

8.Zulassungsnummer (N)

CIALIS 10 mg, 4 Filmtabletten:
EU/1/02/237/001

CIALIS 20 mg, 2 Filmtabletten:
EU/1/02/237/002

CIALIS 20 mg, 4 Filmtabletten:
EU/1/02/237/003

CIALIS 20 mg, 8 Filmtabletten:
EU/1/02/237/004

9.Datum der Zulassung/
Verlängerung der Zulassung

November 2002

10.Stand der Information

November 2002

11.Verschreibungsstatus/
Apothekenpflichtig

Verschreibungspflichtig

12.Packungsgrößen

CIALIS 10 mg
4 Filmtabletten in Blisterpackung

CIALIS 20 mg
2 Filmtabletten in Blisterpackung (nur als Musterpackung verfügbar)

CIALIS 20 mg
4 Filmtabletten in Blisterpackung

CIALIS 20 mg
8 Filmtabletten in Blisterpackung

13.Kontaktadresse in Deutschland

Lilly Deutschland GmbH
Saalburgstraße 153
61350 Bad Homburg

Telefon:(06172)273 2222
Telefax:(06172)273 2030




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