Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels UPRIMA 2mg
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Uprima 2 mg Sublingualtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Sublingualtablette enthält 2 mg Apomorphinhydrochlorid, entsprechend 1,71 mg Apomorphin
Hilfsstoffe siehe unter 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Sublingualtablette.
Die 2 mg Tablette ist dunkelrot, fünfeckig und mit eingeprägter "2" auf der einen und dem Abbott-Logo auf der anderen Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Männem , welches das Unvermögen ist, eine ausreichende Erektion des Penis für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
Damit Uprima wirken kann, ist eine sexuelle Stimulation erforderlich.
4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Zur sublingualen Anwendung. Die Tablette muss unter die Zunge gelegt werden, um die Auflösung zu ermöglichen.
Anwendung bei Erwachsenen
Die Sublingualtablette sollte zirka 20 Minuten vor einer sexuellen Aktivität unter die Zunge gelegt werden. Es wird empfohlen, dass der Patient mit einer Dosis von 2 mg beginnt. Falls erforderlich, kann die Dosis bei weiteren Gaben zur Erreichung des gewünschten klinischen Effekts auf 3 mg erhöht werden. Vor Einnahme einer weiteren Dosis müssen mindestens 8 Stunden vergehen. Jeder Patient muss von seinem Arzt über die richtige Anwendung von Uprima informiert werden. Um die Auflösung der Sublingualtablette zu optimieren, sollte der Patient angewiesen werden, eine kleine Menge Wasser zu trinken. Eine Sublingualtablette Uprima muss unter die Zunge gelegt werden. Bei den meisten Patienten wird sich die Tablette innerhalb von 10 Minuten vollständig aufgelöst haben. Sollte nach 20 Minuten noch ein Rest im Mund verblieben sein, kann dieser geschluckt werden. Damit Uprima wirksam sein kann, ist eine sexuelle Stimulation erforderlich. Der Patient sollte sexuell aktiv werden und mit dem Geschlechtsverkehr beginnen, wenn er sich dazu bereit fühlt. Im Durchschnitt erfolgt der Wirkungs eintritt in cirka 18 bis 19 Minuten, nachdem die Tablette unter die Zunge gelegt wurde; der Zeitraum bis zum Wirkungseintritt variiert von Patient zu Patient.
Anwendung bei älteren Patienten
Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde ein Anstieg der AUC-Werte von Apomorphin und eine Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit beobachtet, es zeigte sich jedoch keine signifikante. Veränderung der Cmax.
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfuoktion muss die maximale Dosis daher auf 2 mg begrenzt werden.
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit Leberinsuffizienz wurden signifikante Anstiege der AUC-Werte , der Cmaxund der Eliminationshalbwertszeit beobachtet.
Weil diese Patientengruppe ein höheres Risiko für Nebenwirkungen trägt, darf Uprima an Patienten mit relevant eingeschränkter Leberfunktion nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung verabreicht werden. Diese Patienten können mit einer initialen Dosis von 2 mg beginnen. Jede Dosiserhöhung muss mit Vorsicht erfolgen.
Anwendung bei Kindern
Uprima darf nicht bei Kindern angewendet werden.
4.3 Gegenanzeigen
Uprima ist in folgenden Situationen kontraindiziert:
Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen
Bestandteile der Sublingualtablette.
Bei Patienten mit schwerer, instabiler Angina pectoris, kürzlichem Myokardinfarkt, schwerer
HerzinsuffIzienz oder Hypotonie und anderen Erkrankungen, die eine sexuelle Aktivität nicht ratsam
erscheinen lassen.
4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bevor eine pharmakologische Behandlung erwogen wird, muss zur Diagnose der erektilen
Dysfunktion und der ihr zugrundeliegenden Ursachen eine Anamnese und eine umfassende
körperliche Untersuchung erfolgen. Vor jeglicher Behandlung der erektilen Dysfunktion muss das
mögliche kardiale Risiko, das eine Wiederaufnahme der sexuellen Aktivität mit sich bringt, individuell
anhand der Anamnese und des Gesundheitszustandes des Patienten vom Arzt bewertet werden.
Es ist nicht bekannt, ob Uprima bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen, multipler Sklerose und
bei Patienten mit Prostatektomie oder Operation im Beckenbereich wirksam ist. Die Wirksamkeit bei
Patienten mit Diabetes wurde nicht untersucht.
Mittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion darf bei Patienten mit anatomischer
Penisdeformation (wie Penis deviation, kavernöse Fibrose oder Induratio penis plastica) nur mit
Vorsicht angewendet werden. Uprima ist bei diesen Patientenguppen nicht ausreichend untersucht
worden.
Uprima kann in seltenen Fällen (Häufigkeit: <=0,2% bei den empfohlenen Dosierungen) ein transientes
vasovagales Syndrom auslösen, das sich als vorübergehende Ohnmacht/Synkope manifestieren kann.
In fast allen Fällen (>90 %) gingen der Synkope prodromale Symptome, wie eine leichte bis starke
Übelkeit, Erbrechen, Blässe, Schwitzen/Hitzewallungen, Schwindel oder Benommenheit voraus.
Wenn die Patienten diese prodromalen Symptome bei sich beobachten, dürfen sie nicht versuchen
aufzustehen, sondern müssen liegen bleiben und die Beine hoch lagern bis die Symptome
verschwunden sind.
Bei Patienten mit nicht ausreichend kontrollierter Hypertonie, bekannter Hypotonie oder einer
orthostatischen Hypotonie in der Anamnese, muss Uprima mit Vorsicht angewendet werden. Akuter
Blutdruckabfall wurde nach Einnahme von Uprima beobachtet. Ältere Patienten könnten für solche
Ereignisse und für unerwünschte Folgen anfälliger sein.
Bei Patienten, die Antihypertensiva oder nitrathaltige Arzneimittel einnehmen, darf Uprima wegen des
Risikos einer Hypotonie nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe auch "4.5 Wechselwirkungen mit
anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen").
Bei Patienten mit beeinträchtigter Nieren- und Leberfunktion muss Uprima mit Vorsicht angewendet
werden (siehe auch "4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung").
Uprima ist nicht zur Anwendung bei Frauen angezeigt.
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Uprima in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden
der erektilen Dysfunktion wurden noch nicht untersucht. Daher ist die Anwendung solcher
Kombinationen nicht zu empfehlen.
4.5 Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Da Apomorphin hauptsächlich durch Sulfatierung und Glukuronidierung metabolisiert wird, ist nicht
zu erwarten, dass die Pharmakokinetik von Apomorphin durch Substanzen, die Cytochrom P450
Isoenzyme hemmen oder induzieren, beeinflusst wird.
Untersucht wurde die Kombination von Uprima mit Nitraten und Antihypertensiva [ACE
(Angiotension Converting Enzyme)-Hemmern, ß-Blockern, Kalziumantagonisten und
alphal-Blockern]. SignifIkante Befunde traten nur in der Gruppe der Patienten auf, die Nitrate
einnahmen. Ein Teil dieser Patienten (4/40) wies vasovagale Symptome und einen signifikanten
Abfall des Blutdrucks im Stehen auf, wenn Uprima in einer höheren (5 mg) als der empfohlenen Dosis
eingenommen wurde. Es wird daher empfohlen, bei Patienten die Nitrate einnehmen, Uprima nur mit
Vorsicht einzusetzen.
Interaktionsstudien und/oder klinische Erfahrung mit Ondansetronhydrochlrid, Prochlorperazinmaleat
und Domperidon zeigen, dass diese Arzneimittel unbedenklich zusammen mit Uprima gegeben
werden können. Es wurden keine Studien mit Uprima in Kombination mit anderen Antiemetika
durchgeführt, andere Kombinationen werden deshalb nicht empfohlen.
Wegen der Möglichkeit pharmakodynamischer Wechselwirkungen sollte Uprima nicht in
Kombination mit zentralwirkenden Dopaminagonisten oder -antagonisten gegeben werden.
Es wurden keine Interaktionsstudien mit weiteren Mitteln zur Behandlung der erektilen Dysfunktion,
mit Antidepressiva, mit Antikonvulsiva oder anderen ZNS-wirksamen Arzneimitteln durchgeführt,
wobei die klinische Erfahrung keine Anzeichen von Wechselwirkungen aufzeigt.
Interaktionsstudien mit Probanden, denen Alkohol und Uprima gegeben worden war, zeigten, dass
gleichzeitiger Konsum von Alkohol zu einem Anstieg der Häufigkeit und des Ausmaßes der
Hypotonie führen kann.
Zusätzlich kann Alkoholkonsum die sexuelle Leistungsfähigkeit vermindern.
4.6 Schwangerschaft und Stillzeit
Uprima ist zur Anwendung bei Frauen nicht angezeigt.
Tierexperimentelle Reproduktionsstudien wurden mit Uprima nicht durchgeführt. Es ist nicht bekannt,
ob Uprima Schädigungen am Fötus von Schwangeren verursachen oder die weibliche Fertilität
beeinträchtigen kann. Es ist auch nicht bekannt, ob Apomorphin in die Muttermilch übertritt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen durchgeführt.
Da Uprima bei einigen Patienten Schwindel, Benommenheit und gelegentlich Ohnmachtsanfälle
bewirken kann, sollte für mindestens 2 Stunden nach Einnahme von Uprima oder bis oben genannten
Symptome vollständig abgeklungen sind auf eine Teilnahme am Straßenverkehr und das Bedienen von
Maschinen verzichtet werden.
4.8 Nebenwirkungen
In klinischen Studien haben mehr als 4000 Patienten mindestens eine Dosis Uprima erhalten. Bei
Patienten, die 2 oder 3 mg Uprima einnahmen, waren die häufigsten Arzneimittelnebenwirkungen
Übelkeit und Kopfschmerzen, beides trat bei etwa 7 % der Patienten auf, und Schwindel, der bei etwa
4 % der Patienten auftrat.
Tabelle 1 führt die Nebenwirkungen auf, die in klinischen Studien und nach der Markteinführung aufgetreten sind.
Die nach der Markteinführung aufgetretenen Nebenwirkungen sind mit einem Sternchen
gekennzeichnet.. .
Die Nebenwirkungen sind nach Organsystemen aufgeführt. Innerhalb eines Organsystems sind die
Nebenwirkungen nach Häufigkeiten aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: häufig
(> 1/100, < 1/10); gelegentlich (> 1/1000, < 1/100); sehr selten < 1/10000).
*1 Siehe Abschnitt "4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung".
*Nebenwirkungen, die nach der Markteinführung aufgetreten sind.
4.9 Überdosierung
Uprima kann in hohen Dosen zu Erbrechen führen.
Falls die Sublingualtabletten verschluckt werden, wird die Bioverfügbarkeit von Apomorphin durch
den First-pass-Effekt verringert (siehe auch "5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften").
Da es kein spezifisches Antidot für Uprima gibt, sollte die Behandlung unterstützend und
symptomatisch erfolgen. Es ist ratsam, Vitalparameter wie Blutdruck und Herzfrequenz zu überwachen.
Es sollten Maßnahmen zur Vermeidung einer möglichen orthostatischen Hypotonie ergriffen werden.
Die Anwendung von Domperidonmaleat, einem peripher wirkenden Dopamin-Antagonisten, kann zur
Behandlung von Erbrechen in Erwägung gezogen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Phannakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ATC Code:
G04B E).
Apomorphin ist eine sublinguale Therapie zur Behandlung der erektilen Dysfunktion und wirkt über
einen zentralen Mechanismus. Apomorphin ist überwiegend ein D2 dopaminerger Agonist. Die
Selektivitätzu D2, D3 und D4 Rezeptoren ist 10- 100 fach höher als zu D1 und D5 Rezeptoren in den
relevanten Zellen. Es wirkt im ZNS insbesondere in der hypothalamischen Region des Gehirns von
der bekannt ist, dass sie an der Auslösung der Erektion beteiligt ist. Die erektogene Wirkung von
Apomorphin erfolgt durch dopaminerge Signalübemittlung über oxytocinerge Bahnen. Diese Signale
führen daraufhin zu lokaler Wirkung von Stickstoffmonoxid, zur Umwandlung von GTP zu cGMP
und dementsprechend zur Relaxierung der glatten Muskulatur im Corpus cavernosum, welche eine
Blutfüllung der Schwellkörper bedingt und damit eine Erektion auslöst.
Das klinische pharmakodynamische Profil von Apomorphin entspricht seiner dopaminergen Aktivität.
In Phase III Studien war Uprima in der 2 mg und 3 mg Dosis dem Placebo bezogen auf das primäre
Zielkriterium, dem Prozentsatz an Versuchen, die in einer für einen Geschlechtsverkehr ausreichend
rigiden Erektion resultierten, statistisch überlegen. Bei diesen Studien sprachen 45 % bei 2 mg
(gegenüber 35 % bei Placebo) bzw. 50 % bei 3 mg (gegenüber 30 % bei Placebo) auf Uprima an.
Der durchschnittliche Zeitraum bis zur Ausbildung einer Erektion durch Uprima betrug cirka 18 - 19
Minuten (Konfidenzintervall ca. 16 - 21 Minuten).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Nach sublingualer Applikation werden die Plasmaspitzenkonzentrationen von Apomorphin relativ
schnell erreicht (siehe unten).
Apomorphin wird schnell aus dem Plasma ausgewaschen, mit einer scheinbaren
Eliminationshalbwertszeit von annähernd 3 Stunden. Aufgrund des hohen First-pass Effekts scheint
Uprima,wenn es geschlucktwird, mit nur 1- 2 % der Aktivität, die nach intravenöseroder subkutaner
Gabe erreicht wird, nahezu wirkungslos zu sein.
Resorption:
Apomorphin wird von der unter der Zunge liegenden Schleimhaut schnell resorbiert und
kann im Plasma innerhalb von 10 Minuten, nachdem die Sublingualtablette unter die Zunge gelegt
wurde, nachgewiesen werden. Plasmaspitzenkonzentrationen werden innerhalb von cirka
40 -60 Minuten erreicht. Eine Erhöhung der Wirkstärke der Uprima Sublingualtabletten führt zu
einem dosisproportionalen Anstieg von Cmaxund AUC~. Die Bioverfügbarkeit von Apomorphin als
Sublingualtablette beträgt bezogen auf eine subkutane Verabreichung ca. 17 - 18 %.
Verteilung:
Apomorphin ist zu etwa 90 % an Plasmaproteine gebunden, hauptsächlich an Albumin.
Die Bindung ist zwischen 1,0 und 1000 ng/ml konzentrationsunabhängig, diese Konzentrationen
überschreiten die mit den empfohlenen Dosen erreichbaren Konzentrationen.
Metabolismus:
Apomorphin wird umfassend metabolisiert. Hauptsächliche Endprodukte der
Metabolisierung sind Konjugate durch Glukuronidierung und Sulfatierung. Metabolisierung von
Apomorphin durch N-Demethylierung führt zur Bildung von Norapomorphin, das zum Glucuronid
und Sulfatkonjugaten umgewandelt wird. Der Hauptmetabolit im Plasma ist bei Personen, die
Apomorphin in einer einzigen Dosis sublingual erhielten, Apomorphin-Sulfat.
Die Glucuronide von Apomorphin und Norapomorphin werden im Plasma in geringeren
Konzentrationen gefunden. Von diesen Verbindungen wird nicht erwartet, dass sie pharmakologisch
wirksam sind.
In vitro Daten lassen vermuten, dass Uprima in der empfohlenen Dosis die Metabolisierung anderer
Arzneimittel durch die Cytochrom P450 Isoformen CYPIA2, 3A4, 2C9, 2C19 oder 2D6
wahrscheinlich nicht hemmen wird.
Elimination:
Nach einer sublingual verabreichten Dosis von 2 mg [14C] Apomorphin, wurde dieses
radioaktiv markierte Material sowohl über den Urin (93 %) als auch über den Stuhl (16 %)
ausgeschieden. Weniger als 2 % der Apomorphin-Dosis wurden über den Urin als freies Apomorphin
ausgeschieden.
Besondere Patientengruppen:
Ältere Patienten
Die Pharmakokinetik von Apomorphin (5 mg) wurde bei gesunden männlichen Probanden, die älter
als 65 Jahre waren, untersucht. Bei älteren Probanden war tmax 36 % länger und Cmax 21 % niedriger
als bei jüngeren Probanden. Die AUC war bei den Älteren um 11 % erhöht. Dosierungsempfehlungen:
siehe auch Abschnitt "4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung".
Patienten mit Niereninsuffizienz
Die AUC von Apomorphin war bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (Kreatinin Clearance
40 - 80 ml/min/l,73m2)um 4 % erhöht, in mäßig schweren Fällen (KreatininClearance 10-
40 ml/min/l,73 m2)um 52 % und bei schweren Fällen < 10 ml/min/l,73 m2)um 67 %. Die terminale
Eliminationshalbwertszeit von Apomorphin erhöht sich wahrscheinlich um 0,24 Stunden mit jeder
Verminderung der Kreatinin-Clearance um 10 ml/min/1.73 m2. Cmax wurde nicht signifikant
beeinflusst. Dosierungsempfehlungen: siehe auch Abschnitt "4.2 Dosierung, Art und Dauer der
Anwendung" .
Patienten mit Leberinsuffizienz
Die mittlere Cmaxund AUC waren bei Personen mit unterschiedlicher Schwere einer Leberinsuffizienz
verglichenmit gesundenPatienten um 16- 62 %und 35 - 68 % höher. Die scheinbareterminale
Eliminationshalbwertszeit von Apomorphin 2 mg betrug 1,8 - 3,5 Stunden bei Patienten mit
Leberinsuffizienz verglichen zu 1,9 Stunden bei normalen Probanden. Dosierungsempfehlungen: siehe
auch Abschnitt "4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung".
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Präklinische Daten, aus konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität nach
wiederholter Gabe, Genotoxizität und Kanzerogenität zeigten keine speziellen Risiken :fiirden
Menschen. Apomorphin hat keinen Einfluss auf die Fertilität männlicher Ratten.
Untersuchungsresultate bei Tieren beinhalten Verhaltens störungen, retinale Atrophie, Leydig Zell-Tumore
und Blutbildveränderungen. Alle diese Ereignisse traten bei wesentlich höheren Dosierungen
auf, als in den klinischen Studien verwendet. Sie waren artspezifisch und werden als nicht relevant fiir
die klinische Anwendung von Uprima angesehen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Hilfsstoffe
Mikrokristalline Zellulose,
Hypromellose,
Zitronensäure,
Magnesiumstearat,
Ascorbinsäure,
Dinatriumedetat,
Siliciumdioxid,
Eisen(III)-oxid (E172),
Acesulfam-Kalium,
Orangen-Minzaroma (WONF WL-28499),
Mannitol.
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
2 Jahre
6.4 Besondere Lagerungshinweise
Im Originalbehältnis lagern.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Blisterpackungen aus kaltgeformter Aluminiumfolie.
Packungen zu 1,2,3,4 und 8 Sublingualtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungs größen in den Verkehr gebracht.
6.6 Hinweise für die Handhabung
Keine speziellen Hinweise.
7. PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER
Abbott Laboratories Ud
Queenborough
Kent ME 11 5EL
Vereinigtes Königreich
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